macht deutlicher wofür und wogegen wir sind
| Antrag: | KjG gegen Fundamentalismus - für eine Kirche ohne Angst |
|---|---|
| Antragsteller*in: | BL |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 11:40 |
| Antrag: | KjG gegen Fundamentalismus - für eine Kirche ohne Angst |
|---|---|
| Antragsteller*in: | BL |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 11:40 |
Demokratie als Grundhaltung
Als KjG stehen wir für eine demokratische, solidarische und vielfältige
Gesellschaft und Kirche. Die Würde jedes Menschen, die Freiheit des Gewissens
und die gleichberechtigte Teilhabe aller sind für uns Ausdruck unseres
christlichen Menschenbildes.
Christlicher Glaube und demokratische Werte gehören zusammen.
Religiöse Praxis, die Menschen unter Druck setzt, ihre Freiheit einschränkt oder
ihnen die eigenständige Gewissensentscheidung abspricht, widerspricht unserem
Verständnis von christlicher Jugendarbeit¹.
Als KjG stellen wir uns deshalb klar gegen Demokratiefeindlichkeit,
Autoritarismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit¹.
Fundamentalismus und seine Folgen
Religiöser Fundamentalismus zeigt sich unter anderem durch
Absolutheitsansprüche, die Ablehnung von Pluralismus, starre religiöse
Auslegungen und autoritäre Strukturen.
Besonders problematisch ist, wenn dadurch:
Solche Inhalte verbreiten sich zunehmend auch über Social-Media. Dabei können
religiöse, gesellschaftliche und politische Positionen miteinander verbunden
werden. Teilweise bestehen Überschneidungen mit rechtspopulistischen und
extremen Rechten Strukturen¹.
Wir sehen deshalb eine besondere Verantwortung darin, junge Menschen zu
befähigen, solche Inhalte kritisch einzuordnen
Kirche muss ein Ort ohne Angst sein
Kirche und insbesondere kirchliche Jugendarbeit müssen Räume sein, in denen
junge Menschen sich sicher fühlen, Fragen stellen, zweifeln und ihren Glauben
selbstbestimmt leben können.
Macht darf nicht dazu genutzt werden, Menschen einzuschüchtern oder abhängig zu
machen. Insbesondere bei geistlicher Begleitung und seelsorglichen Angeboten
braucht es klare Grenzen zwischen Seelsorge, geistlicher Begleitung und
therapeutischer bzw. medizinischer Behandlung.
Praktiken, bei denen psychische Prozesse als rein geistliche Phänomene gedeutet
werden oder Menschen durch religiöse Deutungen unter Druck geraten, lehnen wir
ab².
Unsere Verantwortung als KjG
Als KjG wollen wir:
Unsere Forderungen an die DBK
Wir fordern die Bischöfe dazu auf:
Für uns als KjG gilt:
Christlicher Glaube darf niemals eine Begründung für Ausgrenzung sein.
Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und Selbstbestimmung gehören für uns zu
einer christlichen Haltung.
Wir stehen für eine KjG und eine Kirche ohne Angst.
¹ KjG-Bundeskonferenz 2023, Beschluss „KjG gegen Faschismus – Aus christlicher
Überzeugung für Demokratie“.
² KjG-Bundeskonferenz 2026, Beschluss „Kirche ohne Angst – Macht teilen,
Vielfalt leben, Seelsorge stärken“.
³ KjG-Bundesrat 2024, Beschluss „Bischöfe zeigt Haltung – kein Schulterschluss
mit Rechtsradikalen“; KjG-Bundeskonferenz 2026, Beschluss „Kirche ohne Angst –
Macht teilen, Vielfalt leben, Seelsorge stärken“.
macht deutlicher wofür und wogegen wir sind
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